Fons Musicae

v. l. n. r.: 1. Sara Kuijken, Yasunori Imamura, Rainer Zipperling, 2. Pascal Bertin, Monique Zanetti, François Fernandez, Naoki Kitaya

  

  

  

  

  

  

  

  

  

 

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

 

 

 

 

 

versammelt renommierte Künstler zu einem international vielbeachteten Ensemble, das hauptsächlich französische und italienische Musik des siebzehnten und achtzehnten Jahrhunderts aufführt. Fons Musicae oder „Quelle der Musik“ interpretiert dieses Repertoire mit lebhafter Begeisterung, Frische und überquellendem Einfallsreichtum.

  

   Fons Musicae tritt sowohl in Europa als auch im Fernen Osten auf, zum Beispiel bei den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen, bei Barockfestivals in Marseille, Brezice, Luxembourg oder Hokutopia Barockfestival Tokyo. Zahlreiche seiner Einspielungen sind preisgekrönt.

   Der Lautenist Yasunori Imamura gründete 1997 das Ensemble, unter dem folgende Musiker formieren: Yasunori Imamura – Theorbe, Monique Zanetti - Sopran, Pascal Bertin - Kontratenor, François Fernandez, Sara Kuijken – Violinen, Rainer Zipperling – Viola da Gamba, Violoncello und Naoki Kitaya - Cembalo.

  

    Yasunori Imamura - Leiter von Fons Musicae - wurde in Osaka (Japan) geboren und studierte Laute bei Eugen M. Dombois und H. Smith an der Schola Cantorum Basiliensis, wo er 1981 das Solistendiplom erhielt. Daneben hat er Aufführungspraxis und Generalbaßspiel bei Ton Koopman und Johann Sonnleitner studiert.

   Im Laufe der Jahre arbeitete er als Generalbaßspieler mit namhaften Künstlern der alten Musik zusammen. Aus diesen Kooperationen sind über einhundert Einspielungen entstanden, so erschien 2005 eine CD mit Cecilia Bartoli. Als Solist und Generalbaßspieler konzertiert Imamura bei zahlreichen internationalen Festivals in Europa und Fernost.

   Der Lautenist ist Mitglied der Ensembles La Stagione Frankfurt (Michael Schneider), Les Musiciens du Louvre (Marc Minkowski), Le Parlement de Musique, Strasbourg (Martin Gerster)und Camerata Köln.

   Neben diesen Tätigkeiten ist Imamura seit 1984 Professor für Laute am Conservatoire National de Strasbourg, hat seit 1989 einen Lehrauftrag für Laute an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und leitet verschiedene internationale Meisterkurse.  

siehe auch: Yasunori Imamura

  

   Monique Zanetti studierte zunächst Musik am Conservatoire Metz und an der dortigen Universität, wo sie ein Diplom für Musikwissenschaft erhielt, wandte sich dann dem Gesang zu und arbeitete zunächst mit Elisabeth Grümmer, dann mit Jacqueline Bonnardot, Anna-Maria Bondi und Rachel Yakar. Sehr schnell spezialisierte sie sich auf das barocke Repertoire und trat bei zahlreichen größeren Inszenierungen auf (u. a. Incoronazione di Poppea und Orfeo von Monteverdi, Atys von Lully, Médée von Charpentier, Dido und Aeneas von Purcell) unter der Leitung von William Christie, Philippe Herreweghe, Martin Gester, Christophe Rousset und Gustav Leonhardt. Sie konzertierte bei zahlreichen internationalen Festivals.

   Seit kurzem erschließt Zanetti sich auch das Repertoire des 19. und 20. Jahrhunderts und war bereits in einigen Rollen zu hören. Sie spielte mit Ensembles wie Les Arts Florissants, La Chapelle Royale, dem Stuttgarter Kammerchor, Le Parlement de Musique und Les Talens Lyriques Werke von Gesualdo, Monteverdi, Rossi, Montéclair, Lully, Charpentier, Campra, Couperin, Schütz, Hasse, Bach, Haydn, Keiser, Böhm oder Lambert ein.

 

   Pascal Bertin sang mit elf Jahren im Chœur d’Enfants de Paris unter Roger de Magnée, mit dem er als Solist in der ganzen Welt unter Dirigenten wie Seiji Ozawa, Zubin Mehta, Sir Georg Solti konzertierte. Nachdem er den „premier prix“ für die Interpretation barocker Vokalmusik am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris erhielt, begann er seine Karriere mit dem Repertoire polyphoner Renaissancemusik mit den Ensembles A Sei Voci, Ensemble Clément Jannequin, Ensemble Gilles Binchois. Sehr bald wurde er von Dirigenten engagiert wie Philippe Herreweghe, John Eliot Gardiner, Christophe Rousset, Sigiswald Kuijken, Thomas Hengelbrock, Konrad Junghänel, Marc Minkowski, Eduardo Lopez Banzo, Jordi Savall, Martin Gester oder Masaaki Suzuki.

   Seine Diskographie umfaßt mehr als 70 Aufnahmen verschiedener Epochen und Stile. Harmonia Mundi France lud ihn neben Andreas Scholl und Dominique Visse zu einer besonderen Produktion ein: „Die drei Kontratenöre“.

 

   François Fernandez studierte bei Sigiswald Kuijken (Solistendiplom am Koninklijk Konservatorium voor Muziek), spielte danach in dessen Orchester La Petite Bande, seit 1986 als Konzertmeister, und in Barockorchestern wie Orchester des 18. Jahrhundert (Frans Brüggen ), La Chapelle Royale (Ph. Herreweghe), Melante 81 (Bob van Asperen). Seit etwas mehr als 10 Jahren widmet sich Fernandez der Kammermusik. Dabei tritt er bei Festivals mit Künstlern wie Philippe Pierlot, Carlos Mena, Rainer Zipperling, Bernard Foccroulle, den drei Kuijken Brüdern, den drei Hantaï Brüdern, Ryo Terakado, Yves Rechtainer, Marcel Ponseel, Enrico Gatti auf.

   Fernandez unterrichtete in Toulouse, Liège, Brüssel, Trossingen und ist seit 1999 Professor am Pariser CNSM. Au-ßerdem gibt er Sommerkurse in Spanien und Belgien. Unter seinen etwa 80 CD-Aufnahmen sind besonders die international viel beachteten Sonaten von J. M. Leclair bei Astrée Audivis zu erwähnen.

 

   Rainer Zipperling studierte Musik und Musikwissenschaft, seine besondere Vorliebe für die Barockmusik veranlaßte ihn, sein Studium in Holland zu absolvieren, Pionierland „authentischer Aufführungspraxis“. Schon während des Studiums sammelte er Erfahrung als Continuo-Spieler, lernte bedeutende Instrumentalisten kennen wie Sigiswald Kuijken, Gustav Leonhardt, Anner Bijlsma, Wieland Kuijken und besonders Frans Brüggen.

   Heute gehört er selbst zu den bekanntesten Gambisten und Cellisten, mit den meisten renommierten Ensembles hat er zusammengearbeitet, hier seien nur The English Baroque Soloists, das Orchester des 18. Jahrhunderts, Ensemble Ricercar und das Freiburger Barockorchester genannt. Seine Tätigkeit repräsentiert sich in annähernd 300 CD Aufnahmen, sei es als Begleiter oder Solist.

   Neben dieser künstlerischen Tätigkeit genießt er einen hervorragenden Ruf als Pädagoge, betreut die Klassen für Viola da Gamba und Barockvioloncello an den Hochschulen Köln und Frankfurt sowie am Königlichen Konservatorium Den Haag und gibt regelmäßig Meisterkurse.

Presse

  „Im barocken Idiom ganz zu Hause sind Monique Zanetti und Pascal Bertin, die beide auch sängerisch keine Wünsche offen lassen. “

aus: Fono Forum (Preis „Sterne des Monats“ 03/2002), Programm: Steffani

  

   „Ein schöner lebendiger Instrumentalklang trägt die sich perfekt verschmelzenden Stimmen von Monique Zanetti und Pascal Bertin.“

aus: Répertoire, Programm: Steffani

  

   „Man spürt bei Monique Zanetti und Pascal Bertin die gesunden Eigenschaften des sich gegenseitigen Zuhörens. . . . Das Continuo ist einfach exquisit.“

aus: Classica, Programm: Steffani

  

   „ ... Ensemble und Sänger harmonierten vorzüglich, ... Die Zuhörenden wurden in den Strudel der sprudelnden [Barockmusikquelle] mit all ihren Gefühlswelten hineingezogen.

aus: Basellandschaftliche Zeitung, Programm: Gasparini u. a.

Programme   4

 

4L’amour, le seul amour

4Tanti strali al sen mi scocchi

4MUSIK IM PALAZZO

4HÄNDEL UND DAS WELFENHAUS HANNOVER

Diskographie

« Airs de Cour » Michel Lambert (1611 – 1696)

Etcetera KTC 1195 (Preis „Classica“ / 7,8-1998 Classica)

Monique Zanetti, Pascal Bertin, Stéphanie Pfister, Amandine Beyer, Guido Balestracci, Yasunori Imamura

  

« Luci Barbare » Giovanni Bononcini (1670 – 1747)

Etcetera KTC 1202 (Co-produktion mit WDR 3)

Monique Zanetti, Pascal Bertin, Stéphanie Pfister, Isabelle Lucas, Guido Balestracci, Brian Feehan, Yasunori Imamura

  

“Cantatas, Duets and Sonatas” Agostino Steffani (1654 – 1728)

Pan Classics 510 131

(Preis „Sterne des Monats“ /03-2002 Fono Forum, Co-produktion mit WDR3)

Monique Zanetti, Pascal Bertin, François Fernandez, Ghislaine Wauters, Stéphanie Erös, Rainer Zipperling, Naoki Kitaya, Yasunori Imamura

» Liebespoesie eines Klerikers, der Werke von bestürzender Schönheit und raffinierter Süße hinterließ. Die Aufnahme unter der Leitung von Yasunori Imamura ... läßt auch in interpretatorischer Hinsicht keinen Wunsch offen.

   (Fono Forum)

  

“Cantate e Sonate” Antonio Caldara (1670 – 1736)

Pan Classics 10 139 (Co-produktion mit Schweizer Radio DRS)

Monique Zanetti, Pascal Bertin, François Fernandez, Sara Kuijken, Rainer Zipperling, Naoki Kitaya, Yasunori Imamura

  

“Cantatas, Trio Sonatas” Francesco Gasparini (1661 – 1727)

Pan Classics (Co-produktion mit WDR3, in Auslieferungsvorbereitung)

Monique Zanetti, Pascal Bertin, François Fernandez, Stéphanie Pfister, Roberto Gini, Laurent Stewart, Yasunori Imamura

 

Hörbeispiele A. Caldera: Cantata "Daliso e Clori" (PC 10139)  (mp3, 45 s, 540 KB)
A. Steffani: CD "Crudo Amor" (PC 510 131)
Recitativo "La stella ch'a me splende" (M. Zanetti) (mp3, 44 s, 532 KB)
Recitativo "Come nel mar d'amore" (P. Bertin) (mp3, 34 s, 410 KB)
Aria "Inquieto mio cor" (Duetto M. Zanetti - P. Bertin) (mp3, 45 s, 544 KB)
G. Bononcini: "Se tarda l'aurora" (P. Bertin) (mp3, 44 s, 531 KB)
M. Lambert: "Doux charmes du printemps" (mp3, 37 s, 458 KB)